Sorry vorab: Da nutze ich mal MS-Software auf nem iPad und schon gibts Datenverlust. Meine Notizen vom Sonntag sind futsch, also bleibt nur dass, was noch irgendwie im Kopf geblieben ist. Unvollständige und/oder fehlerhafte Informationen möge man mir nachsehen (oder mir eine kurze Info zwecks Korrektur zukommen lassen).
Der Titel sagt es ja schon, die Tigers sind diesmal sehr schlecht ins Turnier gestartet, haben sich aber im Laufe des Tages deutlich gesteigert. Aufgrund zweier Niederlagen in der der Gruppenphase reichte es nur fürs 'kleine Halbfinale und Finale' - aber das konnten unsere Jungs dann dank fabelhafter Moral gewinnen. Unterm Strich bedeutete das dann Platz 5.

Aber jetzt der Reihe nach:

Spiel 1:  White Tigers - Devils Jubiläumsteam (1:3)

Schnell wurde klar, dass das Langenfelder Jubiläumsteam bestehend aus Gründungsmitgliedern der SGL Devils eine Topmannschaft war, die um den Turniersieg mitspielen konnte (und diesen ja auch errungen hat). Da rollte eine Menge Erfahrung und Abgezocktheit übers Feld, unsere Jungs sahen insbesondere zu Beginn mehrfach echt alt aus (dabei waren die Devils doch die klar Älteren). Es dauerte auch nicht lange, da schlug der Ball im Tor der Tigers ein. Die Devils waren weiterhin überlegen, die Tigers kamen zunächst nur selten zu hochkarätigen Chancen. So musste schon eine Granate von Distanzschuss in den Winkel herhalten, um kurzzeitig zum Ausgleich zu kommen. Florian hatte aus vollem Lauf sehenswert abgezogen. Wenige Minuten später gelang den Devils aber die erneute Führung. In der Folge brachten die Raubkatzen eigentlich nur Distanzschüsse zustande, geordneter Spielaufbau war Mangelware. Kurz vor Schluss hatten die Tigers dann endlich mal aus kurzer Entfernung die Riesenchance zum Ausgleich, allerdings waren sie offensichtlich immer noch im Schlagschuss-Modus, so dass der Ball genau auf den Körper des Goalies ging. Man merkte den Jungs den Frust schon etwas an. Und wenn es schon mal beim eigenen Team nicht läuft, dann läufts halt für den Gegner. Quasi im Gegenzug erhöhten die Devils auf den Endstand von 1:3. Da muss man neidlos anerkennen, dass der Gegner einfach besser und abgeklärter war.
 

Spiel 2:  White Tigers - Aachen Panther (0:1)

Die Tigers zeigten direkt, dass sie die Schlappe aus Spiel 1 wettmschen wollten. Sie bestimmten zwar das Spielgeschehen recht deutlich, vergaben aber reihenweise hochkarätige Chancen. Das lag einerseits an einer sehr guten Leistung der Aachener Torfrau, andererseits daran, dass die Tigers oftmals das Tor nicht trafen. Ich kann mich an mind. 3 Treffer ans Außennetz erinnern. Die Panther hingegen beschränkten sich auf nadelstichartige Angriffe. Diese Stragtegie sollte dann 2 min vor Spielende zum Erfolg führen, der beste Spieler der Aachener konnte ein 1 auf 0 zum Siegtreffer verwandeln. Das war eine unnötige Niederlage, die auch spürbar auf die Stimmung schlug.
 

Spiel 3:  White Tigers - Devilrats 1 (3:3)

Die genaue Abfolge der Tore habe ich nicht mehr präsent, jedoch lagen die Tigers irgendwann 3:1 zurück (auf der FB-Seite der Devils steht zwar was von 2:2 Endstand, das stimmt aber nach meiner Erinnerung nicht). Beim zweiten Treffer der Langenfelder sah der bis dahin solide haltende Finn im Kasten der Tigers nicht gut aus. Insgesamt wackelte das ganze Team. Dann entstand auch noch ein Missverständnis zwischen Torwart und Abwehr, so dass sich der Gegner den Ball schnappen und unbedrängt einnetzen konnte. Damit schien das Spiel schon gelaufen. Aber es folgte der Wendepunkt zum Guten. Hervorzuheben war nun insbesondere Stefan, der ackerte und kämpfte, noch 2 weitere Tore erzielte (congrats zum Hattrick) und damit das ganze Team mit sich reißen konnte. Die Jungs wirkten plötzlich wieder bissig und die Mienen hellten sich merklich auf.
 

Kleines Halbfinale:  White Tigers - Bonn Fire (2:1)

Die Tigers mussten ab nun leider auf den verletzten Jan verzichten, der offensiv eine Menge Wirbel erzeugt hatte. Aber auch von diesem Nackenschlag ließ sich das Team nicht entmutigen.
Plötzlich lief es wieder bei den Tigers, ihr Spiel gewann deutlich an Struktur. Die Raumaufteilung war besser und Pässe fanden den Mitspieler. Die Bonn Fire erzielten zwar den ersten Treffer, danach hatte unser Team aber die Fäden in der Hand. Der Ausgleich ließ dann auch nicht lange auf sich warten (ich meine Florian hätte den Treffer zum 1:1 markiert). Als die Bonner dann auch noch eine Strafzeit nehmen mussten, begann die beste Phase der Kölner. Sie ließen den Ball sehr schön und geduldig laufen und konnten das Spiel auseinanderziehen. Das war ein richtig starkes Powerplay! Kurz vor Ablauf der Strafzeit hatten sie die Bonner dann soweit zurechtgelegt, dass Stefan auf der linken Seite frei vorm Tor angespielt werden konnte. Diese Gelegenheit ließ der sich nicht nehmen (2:1). Wenn es in diesem Spiel etwas zu kritisieren gibt, dann ist es die schlechte Chancenverwertung in der Folgezeit. Die Tigers hatten alles im Griff und hätten den Sack locker zumachen können. Stattdessen kam das Team aus Bonn in den Schlussminuten nochmal stark auf und kreierte mehrere gute Tormöglichkeiten. Aber auch Finn zeigte sich deutlich verbessert und konnte mehrfach stark parieren. So blieb es dann beim mehr als verdienten 2:1 Sieg! Ein auffallend starkes Spiel machte Max, der in der Defensive eine Menge wegräumte und für Ordnung sorgte.
 

Kleines Finale:  White Tigers - Aachen Panther (3:2 n.P.)

Im zweiten kleinen Halbfinale hatten sich die Aachener gegen Rheinenergie Köln durchsetzen können. So kam es dann zur Neuauflage der Paarung aus der Gruppenphase. Und die begann nicht gut für die Tigers. Zunächst pennte die Defensive, so dass die Panther mit 1:0 in Führung gehen konnten. Kurze Zeit später hatten die Aachener dann Glück, als ein regelwidriges Tor (deutliche Torwartbehinderung) anerkannt wurde (2:0). Wer nun dachte, der Drops sei gelutscht, der sah sich getäuscht. Die Tigers legten nochmal alles in die Waagschale und sollten dafür belohnt werden. Zunächst gelang der sehenswerte Anschlusstreffer zum 2:1. Es kam nun zu einem offenen Schlagabtausch, das Spiel stand auf der Kippe. Reihenweise Schüsse blockten insb. Ben, Daniel Sie. und René (wieviele blaue Flecken sind es denn geworden?). Den Tigers schien aber die Zeit wegzurennen. Etwa 90 sec vor Spielende hatte dann Marco seinen großen Auftritt als Vollstrecker. Er lief von rechts aufs Tor zu und hatte den geeigneten Zeitpunkt für einen Querpass in die Mitte schon verpasst. Da fasste er sich ein Herz und zog ab aufs Tor und .......... hatte Erfolg. Irgendwie hatte er es geschafft, den Ball aus spitzem Winkel im Netz zu versenken. Von meiner Position aus schwer einzusehen aber letztlich auch völlig egal. Drin ist drin. Der Jubel war natürlich groß (sollte aber noch größer werden). In den Schlussekunden bot sich dann sogar noch eine gute Gelegenheit zum Siegtreffer, welcher aber verwehrt blieb. So kam es dann zum Penaltyschiessen im Spiel um Platz 5. Und da hatten die Tigers zwei Asse im Ärmel:
Zum einen war das der bärenstarke Raoul, der perfekt und unhaltbar in Runde 1 traf und somit die Aachener direkt mal unter Druck setzte.
Zum anderen war da Finn, der den ersten Penalty an den Pfosten lenken und den zweiten und dritten Schuss dann mit der Fanghand entschärfen konnte. Irgendwie hatten die Panther nicht gepeilt, dass Finn Rechtsfänger ist und probierten es halbhoch auf die linke (normalerweise Stockhand-) Seite. Aber da konnte er dann zuschnappen. Danach entlud sich die ganze Anspannung in tumultartigem Jubel. 

Fazit:
Chapeau - ich ziehe meinen Hut vor einer derart tollen Moral. Das zeigt sich z.B. auch darin, dass die verletzten Spieler wie Till oder Julian mit dabei sind und die Mannschaft so gut es geht unterstützen und anfeuern. Und wenn dann Coach und Leistungsträger wie Ingo, Miles und Tim mal nicht dabei sein können, dann merkt man das zwar deutlich an der Leistung und Spielstruktur, der Teamgeist aber bleibt intakt. Und das hat mich persönlich sehr beeindruckt. Da kann man sich dann auch mal über einen 5. Platz so richtig freuen (wie unten im Vodeo zu sehen ist). Bitte behaltet diesen 'Mood' bei!

Die Farben der Tigers haben vertreten:
Daniel Sch.
Daniel Sie.
Florian Sie.
Max
Jan
Ben
Marco
René
Raoul
Stefan
Finn

Zum Schluss dann die Jubelszene im Video 

 

 

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